Wie macht man eigentlich ein KZ unsichtbar? [Update 22.10.2016]

14. Mai 2016 | By darek | Filed in: Allgemein.

Heute möchte ich mich einem Thema zuwenden, welches durchaus sehr verstörend ist. Es geht darum, dass Politiker manchmal Strukturen aufbauen, die bei den Bürgern deutliche Empörung auslösen und auf starken Widerstand stoßen. Damit dieser Widerstand aber nicht in Erscheinung tritt, gibt es eine ganze Menge sozialer und psychologischer Techniken, um Strukturen und Projekte für die Bürger unsichtbar zu machen. Das Unsichtbarmachen führt dann dazu, dass die Empörungsschwelle der Bürger unterlaufen wird und es dadurch keinen Widerstand gibt.

Politiker, die diese Techniken beherrschen, können ihren Bürgern alles mögliche antun und die Bürger werden keinen nennenswerten Widerstand leisten, da die Bürger das „schlechte“ nicht mehr sehen können.

Im folgenden Beitrag möchte ich diese Techniken mal an einem sehr harten Thema aufzeigen, damit der Bürger die Techniken kennenlernt, um dann das unsichtbar Gemachte wieder sichtbar machen zu können und demokratischen Widerstand leistet.

Dazu versetze ich mich in die fiktive Rolle eines faschistischen Politikers, der gerne hier in Deutschland ein Konzentrationslager bauen möchte, für mehrere Millionen Menschen.

Die erste Frage, die ich mir stellen muß, ist, wer soll in das Konzentrationslager rein?

Die Antwort ist eigentlich banal. Alle, die gegen meine Politik sind und mir gefährlich werden können UND diejenigen, die durch meine Politik so unzufrieden werden, dass sie in den Widerstand gehen. Also kurz: Die direkten Gegner meiner Politik und die Opfer meiner Politik, die Widerstand leisten.

Beim Aufbau einer Diktatur, sind das erfahrungsgemäß eine ganze Menge Menschen. Ich habe also viel zu tun.

Wie fange ich am besten an?

Ich bin erstmal ganz naiv und gebe einen Bauauftrag für ein Konzentrationslager z.B. mitten in Berlin, Hamburg und München. Wenn ich das ganze in den Großstädten mache, dann ist der logistische Aufwand nicht so groß.

Gebaut werden: Zäune, Mauern, Wachtürme, Schussanlagen und Baracken. Das ganze wird ausgestattet mit Wächtern, Wachhunden etc. und die notwendige Infrastruktur, z.B. Schienen, wird auch gebaut, um diese Konzentrationslager dann auch mit meinen Gegnern und Opfern zu füllen.

Wenn ich das Projekt so aufziehe, habe ich bereits verloren. Denn, wenn man den Bürgern ein KZ genau direkt vor die Nase setzt, dann sehen sie es und fangen an sich zu empören. Ich bin also ständig damit beschäftigt, Polizei und Armee einzusetzen, um den Widerstand, der nicht abebbt, niederzuschlagen.

Ich muß meine KZ’s also irgendwie anders gestalten und sie für die Bürger unsichtbar machen.

Wie mache ich die Zäune und Mauern unsichtbar?

Da Zäune und Mauern immer ein Empörungspotenzial haben, müssen sie weg und durch was anderes ersetzt werden, was aber genau die gleiche Wirkung hat.

Das Ziel von Zäunen ist es ja, die Insassen davon abzuhalten, zu fliehen. Ganz banal. Ich muß mir also etwas einfallen lassen, damit die Leute nicht fliehen können, aber es darf kein Zaun sein.

Dazu muß ich mir anschauen, welche Möglichkeiten die Insassen haben, um fliehen zu können. Ich muß mir also über ihre Mobilität Gedanken machen.

Der Grundstock jeglicher Mobilität hier in Deutschland, ist Geld. Wenn ich kein Geld habe, dann kann ich nicht fliehen. Ich könnte zwar zu Fuß weglaufen, aber da komme ich nicht wirklich weit. Ich brauche also Geld fürs Auto, für die Bahn, für den Bus, fürs Schiff oder fürs Flugzeug etc. Das sind die potenziellen Fluchtmöglichkeiten. Und da muß ich ansetzen. Ich muß also dafür sorgen, dass die Insassen nicht genug Geld haben, um genau diese Fluchtmöglichkeiten nutzen zu können.

Dies muß ich über zwei Taktiken erreichen.

1. Ich muß ihnen ihr Vermögen soweit abnehmen, dass eine Flucht nicht mehr möglich ist.

Im dritten Reich wurde dies so angestellt, dass neue KZ-Insassen am Eingangstor der KZs alle ihre Wertsachen abgeben mussten. Dazu gehörten auch Goldzähne und sowas. Da dies aber auch wieder Empörung hervorruft, darf ich ihnen diesmal nicht alles wegnehmen, sondern lasse ihnen einen kleinen Teil ihres Vermögens. Damit es so klingt, dass ich ein sehr herzlicher Menschen bin, der darauf bedacht ist, das Vermögen meiner KZ-Insassen zu schonen, nenne ich das ganze offiziell „Schonvermögen„. Damit die Bürokratie und die Erfassung des Vermögens funktioniert, benötige ich auch noch entsprechende Formulare. Im dritten Reich wurden diese Formulare als Liste von den KZ-Aufsehern geführt, in denen dann das abgenommene Vermögen der KZ-Insassen vermerkt wurde. Diese Listen sind heute in einigen Museen und Gedenkstätten ausgestellt und rufen Empörung hervor. Ich brauche also für die heutige Zeit etwas unverfängliches, etwas was bürokratisch nebenbei läuft. Also irgendwas als „Anlage“. Ich nenne das ganze daher dann einfach „Anlage VM„. „VM“ für Vermögen.

2. Ich muß ihnen nur ein ganz geringes „Einkommen“ zahlen, damit sie sich gerade so noch selbst versorgen können, aber kein Geld zur Flucht übrig haben.

Auch bei den KZ-Insassen im dritten Reich, wurden Überlegungen angestellt, wieviel so ein KZ-Insasse eigentlich zum Überleben benötigt. Man hatte sich damals darauf geeinigt, dass er tägliche Nahrung mit einer bestimmten Kalorienzahl benötigt, dass er einen Satz an Insassen-Kleidung benötigt, dass er eine bestimmte m²-Größe Wohnfläche benötigt und dass er eine bestimmte ärztliche Grundversorgung benötigt, die das nötigste abdeckt. Der Aufwand für diese Berechnungen war sehr komplex, wurde aber dennoch vollzogen. Wichtig hierbei ist, dass die Insassen nicht im Luxus schwelgen durften, sondern, dass sie gerade so überleben konnten. (Siehe Fluchtgefahr oben).

Da ich aber ein moderner Diktator bin, weiß ich, dass ich diese Angaben, wieviele Kalorien jemand haben darf und wieviele m² etc. heute sehr viel Empörung hervorrufen werden. Daher schreibe ich meinen Insassen nicht vor, wieviele Kalorien sie z.b. haben dürfen und auch nicht, wieviele m² sie haben dürfen. Ich mache das ganze anders, und berechne für sie eine Art monatliches Einkommen, von dem sie dann diese ganzen Sachen selbst kaufen können. Also Essen, Kleidung, Miete etc.

Die Berechnung dieses monatlichen Einkommens versuche ich, soweit es geht, sehr komplex darzustellen und zu verschweigen. Das ganze braucht auch einen Namen. Rein technisch würde sich der Begriff „Überlebenspauschale“ anbieten. Aber dann stellen die Bürger Fragen und empören sich. Ich benenne das ganze daher um in „Regelsatz„. Das klingt gleich viel freundlicher und löst keine Empörung mehr aus.

Zwischenergebnis:

Durch die Methoden „Schonvermögen„, „Anlage VM“ und „Regelsatz“ habe ich es geschafft, die Zäune unsichtbar zu machen. Die Auswirkungen auf die Insassen sind aber genau die gleichen. Sie können nicht fliehen. Und, ganz wichtig. Die Empörung der Bevölkerung bleibt aus. Hier gibt es keinen nennenswerten Widerstand mehr.

Was wir jetzt noch haben, wäre ein KZ ohne Zäune und Mauern, aber immernoch mit einer großen Gruppe von Menschen, die alle an einem Ort versammelt sind. Vorbeigehende Bürger nehmen das wahr, stellen Fragen und könnten sich empören. Ich muß also noch weitere Taktiken anwenden.

Wie mache ich eine große Gruppe von KZ-Insassen für die Bevölkerung unsichtbar?

Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach. Da es sich bei der jetzigen Konstellation um ein Problem handelt, welches durch eine Zentralisierung erzeugt wird, muß ich in Richtung Dezentralisierung gehen.

Die KZ-Insassen dürfen also nicht als Gesamtgruppe sichtbar sein.

Die Lösung lautet also, dezentralisieren. Also die KZ-Insassen einfach nach Hause schicken.

Meine Aufgabe besteht nun darin, Regeln aufzustellen, die dafür sorgen, dass sie ihr Zuhause nicht verlassen, damit sie nicht irgendwo konzentriert auftauchen und die Bevölkerung dadurch Fragen stellt.

Das ganze mache ich durch Hausarrest. Diese Methode hat sich geschichtlich schon lange bewährt und diese wende ich jetzt auch hier an. Der dezentralisierte KZ-Insasse darf sein Haus nicht verlassen. Denn nur dann habe ich ihn unter Kontrolle.

Das Ziel des Hausarrestes muß sein, dass der Insasse darin gehindert wird, zu fliehen oder sich mit anderen Insassen zu gruppieren. Da ich am Anfang dieses Beitrages geschrieben habe, dass ich die KZs in Berlin, Hamburg und München bauen will, muß ich dafür sorgen, dass die Insassen der einzelnen KZs nicht zueinander finden. Ich erlaube daher nur, dass sich die Menschen zwar in ihrer Wohngegend bewegen können (z.b. zum Einkaufen), aber ich verhindere, dass sie über mehrere Tage weg können. Ich reduziere diese Zeit, in der man seit Haus verlassen kann, auf einen Tag. Denn dann reicht die Zeit von KZ zu KZ nur aus, um in einer anderen Stadt übernachten zu können, aber nicht dazu, sich dort auch noch zu organisieren. Diese Methode unterstützt dann auch gleichzeitig die Unterbindung von Flucht durch Geldmangel. (Siehe oben)

Wenn ich den Insassen und den Bürgern das ganze aber als Hausarrest benenne, löst das Empörung aus und ich bekomme wieder Widerstand. Ich muß dafür also einen anderen Namen finden. Hier schlage ich einfach „Ortanwesenheit“ vor. Das ist das gleiche, klingt aber deutlich schöner und löst keine Empörung aus. Zusätzlich dazu, um den Hausarrest noch weiter unsichtbar zu machen, erlaube ich den Insassen, dass sie ca. 3 Wochen im Jahr von der Ortanwesenheit befreit werden können. Dann können sie nicht sagen, dass sie ein Gefangener sind. Wichtig dabei ist, dass ich der normalen Bevölkerung sage, dass die Insassen ja auch „Urlaub“ haben. Dabei verschweige ich aber, dass es eine Kann-Leistung von mir ist, auf die es keinen Rechtsanspruch gibt. Der Insasse kann diesen „Urlaub“ also nicht mal einklagen. Das merkt eh keiner.

Zwischenergebnis:

Ich habe nun einen Zustand erreicht, bei dem die KZ-Insassen nicht fliehen können, gerade so überleben und dazu noch unter Hausarrest gestellt sind. Die normale Bevölkerung sieht nun keine Zäune und Mauern mehr und sieht auch keine großen Gruppen von KZ-Insassen mehr, da ich diese nun durch den Hausarrest auch unsichtbar gemacht habe. Es findet keine Empörung mehr statt und ich erhalte keinen Widerstand.

Nun habe ich aber noch das Problem, dass die KZ-Insassen selbst, sich immer noch wie in einem KZ fühlen. Ist ja auch logisch. Ich muß mir hier jetzt also eine Methode einfallen lassen, um den Widerstand bei den dezentralisierten KZ-Insassen zu verringern.

Wie schaffe ich es, das Widerstandspotenzial der dezentralisierten KZ-Insassen zu reduzieren?

Ich muß es schaffen, dass der KZ-Insasse Angst davor hat, Widerstand zu leisten. Das erreiche ich am besten dadurch, dass ich ihm aufzeige, dass er was verlieren kann, wenn er sich wehrt. Dazu gibt es mindestens zwei Methoden, die ich anwenden muß.

1. Sippenhaft

Im dritten Reich wurde die Sippenhaft dahingehend angewendet, dass einem KZ-Insassen gesagt wurde, dass seine Familie auch ins KZ kommt, wenn er Widerstand leistet. Dies galt nicht nur für Juden, sondern auch für Oppositionelle. Da wurden dann sehr häufig die Frauen und Kinder der Insassen nachgeholt und mit ins KZ gesteckt.
Wenn ich so ein KZ-Insasse wäre, ich hätte Angst um meine Familie und würde jede noch so beschissene Regel mitmachen. Sippenhaft ist eine extreme starke Methode um den Widerstand zu brechen.

Nun ist es heutzutage aber so, dass Sippenhaft in Deutschland verboten ist. Wenn ich ein Verbrechen begangen habe und dafür ins Gefängnis gehe, dann muß meine Familie nicht mit mir ins Gefängnis. (Davon gibt es einige kuriose Ausnahmen)

Wenn ich also Sippenhaft anwende, wird mir die Empörung der Bevölkerung entgegenschlagen. Ich muß die Sippenhaft also unsichtbar machen.

Dies geht recht einfach. Da ich ja bereits oben schon einige Methoden umgesetzt habe, kann ich die Familien der KZ-Insassen einfach in diese unsichtbaren Methoden mit einbeziehen. Ich mache also einfach Regeln, die dafür sorgen, dass die Familien der KZ-Insassen automatisch in den Methodenteil des „Schonvermögen“, der „Anlage VM“ und der „Regelsätze“ reinkommen. Da diese Methoden keine Empörung auslösen, lösen sie auch keine Empörung aus, wenn die Familien der KZ-Insassen dort mit drin sind.

Was ich jetzt noch machen muß, ist, den Begriff „Sippenhaft“ zu beseitigen. Dazu benenne ich das ganze in „Bedarfsgemeinschaft“ um. Das klingt viel schöner, wenn einem die Gemeinschaft am Herzen liegt und ich ihren „Bedarf“ in den Vordergrund stelle und auf ihn achte.

So, Sippenhaft habe ich auch unsichtbar gemacht. Weiter gehts zur nächsten Methode, um den Widerstand der KZ-Insassen lahmzulegen.

2. Bestrafung

Eine wichtige Methode ist es, ein Bestrafungssystem einzuführen. In den KZs im dritten Reich wurde dies wie folgt gemacht:
Wenn sich ein KZ-Insasse auflehnte, wurden ihm z.B. Essensrationen gestrichen, oder er durfte nicht mehr in der Baracke wohnen und musste im Freien schlafen, egal bei welchem Wetter. Auch wurde ihm einfach seine Kleidung weggenommen und er musste nackt rumlaufen.

Wichtig bei dieser Methode ist es, dass, wenn ich Betrafung anwende, nicht gleich eine Vollbestrafung mache. Wenn ich also jemandem die Essenrationen reduzieren möchte, dann nehme ich ihm erstmal 10% seiner Ration weg. Beim zweiten Verstoß dann 30%, danach dan 60% und dann am Ende 100% seiner Rationen. Wenn er keine Rationen mehr hat, eröffne ich ihm aber die Möglichkeit, dass er sich bei mir entschuldigen kann und kann ihm dann ein bischen Essen gewähren. Aber nur, wenn er mir glaubhaft versichert, dass er sich ab jetzt benehmen wird. Ich muß ihm also nichts geben, ich kann es aber.

Da diese Art der Bestrafung natürlich auch deutlich Empörung auslöst, gerade wenn Kinder betroffen sind (siehe Sippenhaft), muß ich hier ein bischen was umgestalten um es unsichtbar zu machen.

Hier greife ich also wieder auf die bereits unsichtbar gemachten Methoden zurück und setze die Bestrafungen da an. Ich wende die Bestrafungen also auf das „Schonvermögen“ an, auf die „Anlage VM“, auf den „Regelsatz“, auf die „Ortsanwesenheit“ und dadurch natürlich auf die „Bedarfsgemeinschaft“. Ihr glaubt nicht, wie schnell Menschen mit Widerstand aufhören, wenn man ihnen klar macht, dass ihr Kind weniger zu essen bekommt, wenn man nicht mit dem Widerstand aufhört.

Diese Bestrafungen sind dann unsichtbar und lösen keine Empörung aus. Ich brauche jetzt nur noch wieder einen anderen Namen für „Bestrafung“. An dieser Stelle entscheide ich mich für das Wort „Sanktion„. Dieses Wort hat den Vorteil, dass es bereits aussagt, dass der von der Sanktion Betroffene etwas falsch gemacht hat. Und wer etwas falsch gemacht hat, muß nun mal bestraft werden. Das sieht auch die normale Bevölkerung ein und empört sich nicht. Es geht sogar soweit, dass die normale Bevölkerung Sanktionen gut findet, da dieses Wort so schön eindeutig ist.

Also auch hier: Bestrafungen sind nun unsichtbar und lösen keine Empörung aus und damit auch keinen Widerstand. Hervorragend.

Zwischenergebnis:

Schonvermögen, Anlage VM, Regelsatz, Bedarfsgemeinschaft, Ortsanwesenheit und Sanktionen machen das KZ bisher unsichtbar. Es fehlen aber noch ein paar Methoden, da es noch einige Probleme gibt, die Empörung auslösen könnten.

Wie mache ich KZ-Wachtürme unsichtbar?

Ich habe ja bereits die Zäune der KZs unsichtbar gemacht und die KZ-Insassen dezentralisiert durch den Hausarrest. Aus der Logik folgt, dass ich nun keine Wachtürme mehr brauche. Gibt ja auch keine Fläche zu bewachen.

Wenn ich die Wachtürme aber abschaffe, kann ich die KZ-Insassen nicht mehr kontrollieren. Ich brauche sie also doch noch, muß sie aber unsichtbar machen. Puh, dass ist eine sehr schwere Aufgabe. (Aber lösbar).

Wie mache ich die KZ-Wachtürme unsichtbar?

Ein Wachturm hat die Funktion, dass er die KZ-Insassen überwachen soll und dafür sorgen soll, dass sie sich an die Regeln halten, die ich ihnen auferlegt habe. Die Wachtürme sind also von enormer Bedeutung und müssen auf alle meine Methoden von oben angewendet werden.

Schonvermögen, Anlage VM, Bedarfsgemeinschaft:

Diese drei Methoden wurden eingeführt, um die Flucht der Insassen zu verhindern und sie in Sippenhaft zu nehmen. Hier muß ich also eine ständige Überwachung durchführen. Dazu habe ich zwei Möglichkeiten:

1. Vermögenskontrolle, Sippenhaftkontrolle

Ich brauche ALLE finanziellen Daten der KZ-Insassen. Kontoauszüge, Bankabfragen, Wertpapiere und sonstiges Vermögen. Nach der Erstangabe des Vermögens, darf ich den mir gelieferten Daten nicht vertrauen. Ich brauche also Mitarbeiter, die diese Angaben überprüfen. Die schicke ich dann auch nach Hause, zu den KZ-Insassen, die unter Hausarrest stehen. Dort schauen sich meine Mitarbeiter in den Wohnungen der KZ-Insassen um, ob dort nicht noch Vermögen herumliegt oder herumsteht, welches die KZ-Insassen noch verwenden können. Auch dient das ganze dazu, festzustellen, ob die Sippenhaft noch ausgeweitet werden muß. Also ob noch weitere unbekannte Personen in der Wohnung leben.

Die Methode, meine Mitarbeiter zu den Insassen nach Hause zu senden, löst aber auch wieder sehr viel Empörung aus und kann zu Widerstand führen. Ich brauche daher auch hier wieder ein schönes Wort, damit ich das, was ich da vorhabe, unsichtbar machen kann.

Ich nenne das ganze daher „Kontrollbesuch„. Das hat den Vorteil, dass ein „Besuch“ normalerweise etwas positives ist. Wer regt sich schon auf, wenn er hört, dass jemand anderes „besucht“ wurde.

2. Sanktionstest (wer mit Sanktionen überleben kann, hat noch Vermögen)

Eine weitere Methode ist die indirekte Vermögensprüfung.

Wenn man im dritten Reich herausfinden wollte, ob ein KZ-Insasse irgendwo noch Essenrationen versteckt hat, hat man ihn zu 100% sanktioniert. War er dann überlebensfähig, war dies das Zeichen dafür, dass er noch Essensrationen besaß. Damit konnte dann gezielt gegen ihn vorgegangen werden.

Ich löse das ganze heute so ähnlich. Wenn mir ein KZ-Insasse zu selbstsicher vorkommt und keine Angst vor Sanktionen hat und Widerstand leistet, sanktioniere ich ihn zu 100%. Wenn er dann immer noch Widerstand leistet und nicht aufgibt, deutet dies darauf hin, dass er Vermögen oder Einkommen unterschlagen hat. Hier werde ich dann eine gezielte Überprüfung seiner Wohnung durchführen und ihn von einem Detektiv beschatten lassen. Auch werde ich seine Nachbarn ausfragen. Dies tue ich natürlich sehr diskret, damit es die Bevölkerung nicht sieht.

 

Weitere Überwachungsmaßnahmen:

Neben den eben genannten Überwachungsmethoden, ist es wichtig, auch die Informationen zu prüfen, die der Insasse von sich selbst abgibt. z.b. in sozialen Netzwerken. Ich stelle also Mitarbeiter dafür ab, dass sie die Accounts der Insassen regelmäßig prüfen. Hier kann z.b. der Hausarrest (Ortsanwesenheit) überprüft werden. Oder man schaut, ob sich ein Insasse etwas gekauft hat, was nach seinem Vermögen bzw. seines Regelsatzes gar nicht möglich ist.

 

Zwischenergebnis:

Ich habe die Wachtürme abgeschafft und durch Überwachungsmethoden ersetzt, die sehr subtil sind und von denen die normale Bevölkerung nichts mitbekommt. Die Wachtürme sind unsichtbar.

Das einzige, was bzgl der Wachtürme noch fehlt, ist die Funktion des morgendlichen Appels.

Wie prüfe ich, ob noch alle KZ-Insassen da sind?

Im dritten Reich war es üblich, dass alle KZ-Insassen morgens um eine bestimmte Zeit zu einer Zählung antreten mussten. Hier wurde geprüft, ob noch alle da sind. Dies ist für meine KZ natürlich auch notwendig, da ich die Insassen ja ständig im Blick haben muß. Da ich sie aber unter Hausarrest gestellt habe, also dezentral gelagert habe, kann ich sie nicht einfach zum Durchzählen antreten lassen.

Ich brauche daher eine andere Methode:

Ich stelle Regeln auf, die die Insassen dazu bringen, sich auf Kommando in der KZ-Verwaltung einzufinden. Wichtig ist, dass sie nur auf Kommando dahin gehen. Denn: Wenn sie alle unregelmäßig, von sich aus, völlig unkontrolliert zur KZ-Verwaltung gehen, dann habe ich das Problem, dass es passieren kann, dass auf einmal eine große Menschenmenge vor der KZ-Verwaltung steht. Und dann gehen da normale Bürger vorbei, sehen so viele Menschen und fangen an, Fragen zu stellen. Dies muß vermieden werden.

Die Lösung kann daher nur lauten: Die Insassen dürfen nur dann in die KZ-Verwaltung kommen, wenn sie einen Termin haben. Und die vergeben die Mitarbeiter der KZ-Verwaltung. Der optische Unterschied nach aussen ist enorm.

Statt, dass nun morgens um 8:00Uhr 100 Insassen vor der Tür stehen, kann ich sie mit Terminen sehr bequem auf den Tag verteilen. Bei einer halbtäglichen Öffnungszeit erreiche ich damit im Optimalfall, dass maximal ca. 6 Leute gleichzeitig vor der Tür stehen, statt 100. Die vorbeigehenden Bürger würden bei 100 Leuten Fragen stellen, bei 6 aber nicht.

Die Terminvergabe hat hier also 2 Vorteile. Erstens, kann ich die sichtbare Anzahl der KZ-Insassen deutlich reduzieren und gleichzeitig habe ich alle KZ-Insassen im Blick und kann sie intern zählen und überprüfen.

Zwischenergebnis:
Damit sind die Wachtürme nun vollständig unsichtbar und keiner empört sich mehr.

Als nächstes habe ich, wie in den KZs des dritten Reiches, noch das Problem, dass die KZ-Insassen einfach nur rumsitzen. Und das ist blöd. Denn dann denken sie, grübeln, reden mit anderen Insassen etc. Dies ist immer der Quell von Widerstand. Dies muß ich unterbinden. Ich muß sie also vom Denken abhalten.

Wie schaffe ich es, dass die KZ-Insassen nicht mehr nachdenken?

Ein sehr erfolgreiches Mittel ist die Zwangsarbeit. Ob nun Sklaverei auf den Baumwollplantagen der USA, ob nun Steineklopfen in Gefängnissen oder Zwangsarbeit im dritten Reich. Diese Methode ist sehr erfolgreich, um die Menschen zu beschäftigen und ihren Widerstand zu brechen.

Daher ja auch die KZ-Inschriften im dritten Reich: „Arbeit macht frei“. Was nichts anderes heißt, als: „Arbeit macht frei vom Denken und verhindert Widerstand.“

Und diese Methode muß ich auch anwenden, sonst habe ich ein Problem. Da die Zwangsarbeit dazu dienen soll, die Insassen zu beschäftigen, darf sie auf der anderen Seite auf keinen Fall dafür sorgen, dass ihre Einkommen zu hoch werden, da sie sonst fliehen können. (Siehe Schonvermögen, Anlage VM, Regelsatz).

Um das ganze unter Dach und Fach zu bringen, sind viele Regeln notwendig.

1. Definition der Zwangsarbeit

Da die Zwangsarbeit nur der Beschäftigung dient, ist nicht wichtig, was für eine Arbeit das ist. Hauptsache es ist Arbeit. Ich kann die Insassen Steine klopfen lassen, ich kann sie aber auch Löcher buddeln lassen oder ich kann sie Arbeiten machen lassen, die sonst niemand macht. Die erste wichtige Regel lautet daher: Egal welche Arbeit, hauptsache Arbeit. Da dieses Vorgehen natürlich Empörung auslösen wird, muß ich auch hier wieder einen Begriff benutzen, der die Zwangsarbeit umdeutet. Ich spreche also von nun an, nicht mehr von Zwangsarbeit, sondern von „zumutbarer Arbeit„. Das hat den Vorteil, dass man jeden Menschen fragen kann, ob eine Arbeit zumutbar ist und man wird immer ein „ja“ bekommen. Damit habe ich Zwangsarbeit unsichtbar gemacht.

2. Definition der Rahmenbedingungen der Zwangsarbeit.

Aus logistischen Gründen ergibt es sich, dass nicht jede Zwangsarbeit die gleichen Rahmenbedingungen hat. Für einige Zwangsarbeiten muß man weit fahren und/oder verbraucht einen großen Teil seiner Finanzen und/oder benötigt man extrem viel Zeit, was dann die Freizeit reduziert. Ich muß also, aus logistischen Gründen, die Regeln für die Rahmenbedingungen so weit auslegen, dass ich mein Ziel, das ablenken vom Denken, erreiche. Die KZ-Insassen, die Zwangsarbeit bekommen, sollen also Abends nach Hause kommen und so fertig sein und so wenig Zeit haben, dass sie nicht mehr an Widerstand denken. Dazu stelle ich solche Regeln auf wie „tägliche Zeit um zur Arbeit zu kommen, kann bis zu 3 Stunden betragen.“, „Jede Arbeit ist zumutbar“ und ganz wichtig: „Die eigene Qualifikation spielt keine Rolle“. Warum soll ein KZ-Insasse auch Steineklopfen ablehnen, nur weil er studiert hat? Was für ein Anspruchsdenken. Und das muß man den KZ-Insassen wegnehmen. Um diese Zwangsarbeit durchsetzen zu können, muß ich natürlich diejenigen bestrafen, die diese Zwangsarbeit ablehnen.

Im dritten Reich wurden den KZ-Insassen die Essensrationen sanktioniert, damit sie Zwangsarbeit ausführen. Das funktioniert und ich mache es hier auch. Aber natürlich offiziell unter dem Wort „Sanktion“, damit es keiner merkt.

3. Für ein weiterhin geringes Einkommen sorgen

Dies ist wichtig, da die KZ-Insassen sonst zu viel Geld haben und fliehen können.

Um dies zu erreichen, stelle ich die Regel auf, dass jede Arbeit angenommen werden muß, egal zu welchem Lohn.

Wenn ich dies nicht tun würde, hätte ich schnell ein Problem. Denn wenn eine Arbeitsstelle zu einem kleinen Lohn angeboten wird, lehnen es alle Insassen ab. Derjenige, der die Arbeitsstelle anbietet, müsste dann den Lohn solange erhöhen, bis einer der Insassen bereit ist, diese Arbeitsstelle anzunehmen. Und wenn der Lohn dann ausreichend ist, habe ich das Problem, dass ich den KZ-Insassen nicht mehr unter meiner Kontrolle habe, da er nun von mir unabhängig wäre. Damit der KZ-Insasse also weiterhin von mir abhängig ist, muß ich dafür sorgen, dass jeder Lohn angenommen wird. Denn wenn er nur klein genug ist, bleibt der Insasse weiterhin ein Insasse und er muß sich allen KZ-Regeln beugen. An dieser Stelle ist es mir übrigens auch völlig egal, ob ich dem Betrieb noch Geld gebe, um den Arbeiter zu bezahlen, oder ob ich das ganze als Restregelsatz gestalte. Wobei, das nenn ich lieber „aufstocken“, das klingt schöner. Das Ergebnis ist: Ich habe weiterhin die Kontrolle über den KZ-Insassen und er leistet nun keinen Widerstand mehr, da er beschäftigt ist.

4. Psychotricks:

Ein wichtiges Element meiner KZs sind psychologische Tricks bzgl. Zwangsarbeit.

Im dritten Reich war es eine geniale Methode, dass man KZ-Insassen gesagt hat, dass sie Zwangsarbeit zustimmen müssen, damit sie Essensrationen bekommen. Sind sie dann irgendwann gegen die Zwangsarbeit, aus logischen Gründen, kann man sie fragen, ob sie einen verarschen wollen. Denn, sie haben der Zwangsarbeit zugestimmt und jetzt sagen sie, dass sie diese nicht wollen. Gehts noch? Hier wird sofort eine Bestrafung fällig, da der KZ-Insasse die Schuld trägt. Man kann nicht einfach erst „ja“ sagen und dann je nach Tageslaune „nein“ sagen. Wo kommen wir denn da hin?

Der KZ-Insasse wird natürlich protestieren ( 😉 ) und darauf pochen, dass er ja zustimmen musste, weil er sonst verhungern würde. Da kann man ihm dann ganz klar sagen, das er zugestimmt hat und sich deswegen jetzt auch nicht beschweren darf. Dieser psychologische Trick ist enorm wichtig um die Zwangsarbeit durchsetzen zu können.

Wichtig bei dieser Zustimmungssache ist es natürlich, dass ich den Eindruck erwecke, dass der KZ-Insasse hier aus freien Stücken mit freiem Willen handelt. Ich muß also Begriffe wie Vertrag und Vereinbarung benutzen. Gleichzeitig muß ich ihm zeigen, dass er ein Ausgegrenzter ist, der sich nicht so benimmt, wie sich ein normaler Menschen benimmt. Ich habe mich daher für den Begriff „Eingliederungsvereinbarung“ entschieden, da er diesen drunterliegenden Psychotrick schön unsichtbar macht. „Wir haben doch was vereinbart und du hälst dich nicht dran! Sanktion!“.

Der aussenstehende normale Bürger nimmt das gar nicht wahr. Der hört nur, Regeln sind Regeln und Vereinbarungen sind Vereinbarungen. Das ist für ihn etwas positives und etwas, was er sogar selbst fordert.

Zwischenergebnis:

Zwangsarbeit ist eingeführt und sie ist unsichtbar gemacht für die Bevölkerung und ruft auch keine Empörung hervor.

Gut, das ist auch geschafft. Zu guter letzt bleibt noch ein Punkt offen, der Empörung hervorrufen kann. Da müssen wir auch noch ran.

 

Wie schaffe ich es, dass die KZs entgültig unsichtbar werden?

Damit die KZs verwaltet werden, brauche ich Mitarbeiter. Zusätzlich dazu habe ich noch einen gewissen Teil der Bevölkerung, die die KZs immer noch sieht. Ich brauche jetzt also zum Schluss noch eine Methode, um die Unsichtbarkeit zu vollenden.

Dazu bediene ich mich eines weiteren psychlogischen Tricks.

Denn, wenn es eine gute Begründung dafür gibt, das wir KZs brauchen, dann schweigt auch noch der Rest der Bevölkerung. Die Mitarbeiter in den KZ-Verwaltungen selbst, finden dann ihre Arbeit auch „richtig“ bzw. „moralisch gerechtfertigt“ und machen dann wie selbstverständlich mit und haben dann sogar ein gutes Gefühl dabei.

Also lautet die jetzige Aufgabe: „Wir brauchen KZs, weil….“

Die Begründungen sind da sehr vielfältig und können beliebig sein. Sie müssen nur zur Bevölkerung passen. In den USA kann man z.b. die Begründung „Wir brauchen KZs, weil es Terroristen gibt“ hernehmen. Funktioniert wunderbar. Der Großteil der us-amerikanischen Bevölkerung sieht daher Foltergefängnisse als selbstverständlich an und auch als gute Sache.

Um meine KZs hier in Deutschland zu bauen, muß ich den Kern der Deutschen treffen. Und gerade die Deutschen definieren sich meist über ihre Arbeit und mittlerweile immer häufiger über ihr Einkommen und ihr Vermögen.

Die Begründung, für den Bau der KZs muss also auf Arbeit, Einkommen und Vermögen abzielen. Ein einfacher Begriff, der dies ermöglicht, ist der Begriff „Wettbewerbsfähigkeit„. Da steckt alles drin, was ich brauche. Nur wer hart arbeitet, kann im Wettbewerb bestehen. Nur wer hart arbeitet hat ein Einkommen. Nur wer hart arbeitet, wird ein Vermögen haben. Und wer nicht arbeiten will, der soll auch nichts essen. Ja hervorragend. Genau das brauche ich doch als Begründung für meine KZs.

Die Begründung lautet also: „Wir brauchen KZs, damit wir wettbewerbsfähiger werden.“
Das kann man so natürlich nicht sagen, weil der Bevölkerung dann das Wort „KZ“ in die Augen springt. Also verstecken wir das ein bischen und fassen alle unsere Methoden von oben, mit denen wir das KZ unsichtbar gemacht haben, zusammen. Ich schlage hier den Begriff FranzIV vor.

Und diese Begründung und dieser Name muss immer wieder von mir als Politiker in die Öffentlichkeit getragen werden, bis die Medien und die Bevölkerung diese Begründung annehmen. Wenn sie es dann annehmen, ist die vollständige Unsichtbarkeitmachung vollzogen.

Und wichtig: Die Mitarbeiter in den KZ-Verwaltungen haben nun das Gefühl, dass sie mit dem Anwenden der von mir aufgestellten Regeln, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verbessern und es dadurch allen besser geht. Sie tun also etwas gutes! Und wenn einer der KZ-Insassen Widerstand leistet, nehmen die Mitarbeiter der KZ-Verwaltungen das so wahr, als ob der KZ-Insasse in vollem Bewußtsein einen Schaden am deutschen Volk durchführen will. Die Antwort der KZ-Verwalter lautet daher immer: Der KZ-Insasse muß einfach unter Druck gesetzt werden, damit er endlich einsieht, dass es für ihn gut ist, wenn er ein KZ-Insasse ist. Das ist schließlich etwas gutes für alle.

Und zu guter Letzt, darf ich einen KZ-Insassen nicht mehr als solchen bezeichnen, sondern verwende hier den Begriff „Kunde“. Stellt euch mal vor, wie es auf euch wirkt, wenn die KZ-Insassen im dritten Reich auch „Kunden“ genannt worden wären. Das macht schon eine Menge aus.

Zwischenergebnis:

Ich kann durch unsichtbare KZs dafür sorgen, dass ich einen großen Teil der Bevölkerung unter meiner Kontrolle habe. Da die KZs unsichtbar sind, gibt es auch keine Empörung der Bürger und auch keinen Widerstand. Durch meine gute Begründung wird mir sogar ein Teil der Bürger dabei helfen, diese KZs am laufen zu halten. Und die meisten finden es super.

Durch meine gute Begründung, schaffe ich es sogar, dass die KZ-Insassen selbst oft glauben, dass sie es verdient haben, im KZ zu sitzen, da sie meine Begründung nicht durchschauen. Schließlich gilt: Wer keine Arbeit findet, obwohl Deutschland wirtschaftlich blüht, kann doch nur selbst Schuld sein.

Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass Bürger, die Angst haben, bei einem Fehler auch in das KZ zu kommen, sehr gefügig sind. Mit denen kann man machen was man will.

Zusammengefasst kann ich mit den oben genannten Methoden hier in Deutschland ca. 13.000.000 Menschen in KZs verfrachten, ohne das es jemand merkt. Die Methoden sind also extrem effektiv.

 

Ungelöste Probleme:

Einige Probleme, die noch Empörung auslösen können, sind von mir noch ungelöst. Hier müssen noch effektive Methoden gefunden werden.

Denn, jedesmal, wenn ein Bürger oder ein KZ-Insasse eines der Probleme, die ich unsichtbar gemacht habe, wieder sichtbar macht, habe ich ein Problem. Normalerweise reicht es, die Medien auf diesen Bürger anzusetzen, da sie in der Regel, durch meine Begründung, FranzIV gut finden und sich dafür einsetzen. Diese Sichtbarmacher können zum Glück sehr schnell als faul und asozial dargestellt werden. Damit hört ihnen keiner mehr zu und das sichtbar gewordene wird wieder unsichtbar. Da ist verlass auf die Medien, wenn die Begründung gut genug war.

Es gibt aber auch Sichtbarmachungen, die lassen sich leider nicht wirklich gut bekämpfen. Ich denke mit Horror z.B. an Szenarien, in denen eine Sippe als ganzes in die KZ-Verwaltung geht und alle haben KZ-Kleidung aus dem dritten Reich an, mit einem A-Stern am Kragen. (Das „A“ ist das „a“ von FranzIV). Und wenn die auch ihren Kindern diese Kleidung anziehen, wegen Sippe, dann kann man sie nicht mehr wirklich medial angreifen, da es dann zum Streisandeffekt kommt. Hier ist also noch eine Methode zu finden, um so etwas zu unterbinden. Evtl. Verbot von Gefängniskleidung in der Öffentlichkeit? Oder ein Abzeichenverbot? Anregungen dazu bitte in die Kommentare.

Auch ist es unbedingt zu verhindern, dass viele der KZ-Insassen gleichzeitig irgendwo zu sehen sind. Hier sollte also das Versammlungsverbot eingeschränkt werden. Man stelle sich mal vor, dass auf einmal eine lange Schlange von 100 Leuten einfach so vor der KZ-Verwaltung steht. Da fangen die Bürger an, Fragen zu stellen. Das muß verhindert werden.

Ein weiteres Horrorszenario ist es, wenn die KZ-Insassen auf einmal anfangen, die Mitarbeiter bei den KZ-Verwaltungen öffentlich zu bewerten und die Anzahl der Bestrafungen (Sanktionen) auflisten. Das hat bei den Lehrern schon zu Unmut geführt, als diese von ihren Schülern bewertet wurden. Hier muß es noch Gesetze geben, die eine öffentliche Bewertung von Verwaltungsbeamten unterbindet. Hier würde ich vorschlagen, medial mit dem Vorwurf des öffentlichen Prangers gegen diese KZ-Insassen vorzugehen. Wäre ja noch schöner, wenn KZ-Insassen auf einmal anfangen, die KZ-Wärter zu bewerten und an den Pranger zu stellen, wenn sie sich nicht benehmen.

Wer noch mehr Probleme sieht, die das von mir unsichtbar Gemachte wieder sichtbar machen, schreibt es bitte in die Kommentare. Zusätzlich dazu dann auch die entsprechenden Lösungsvorschläge um die Sichtbarmachung zu unterbinden.

[Update: 22.10.2016]

Es hat sich so einiges getan seit dem Verfassen dieses Beitrages. Daher möchte ich zwei neue Probleme und die dazugehörigen Lösungen aufzeigen:

Keine Veröffentlichung von dienstlichen Telefonnummern:

Ich habe leider nicht mit dem Widerstand der KZ-Insassen gerechnet. Zähes Pack! Sie wollen die KZ-Verwaltungsmitarbeiter nun telefonisch direkt ansprechen. Dazu brauchen sie die Telefonnummern meiner Mitarbeiter dort. Wenn sie die erhalten, wird es zu vielen Anrufen kommen, was sehr schlecht ist. Denn, wenn ein KZ-Insasse einem KZ-Verwalter direkt von Person zu Person gegenübersitzt, dann traut er sich kaum seine echte Meinung zu sagen. Was auch richtig so ist. Wenn der KZ-Insasse allerdings seine Meinung per Telefon ausdrücken kann, gibt es das Problem, dass die Hemmschwelle absinkt. Er traut sich mehr, da er meinem Mitarbeiter nicht mehr demütig gegenübersitzt.

Das ist eine Lücke in meinem System und diese muß geschlossen werden. Daher verbiete ich einfach, dass die Telefonnummern meiner Mitarbeiter öffentlich werden. Als Grund nenne ich dann einfach:

„Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im KZ“. Dies kann ich dann rechtlich ganz bequem durchsetzen und die KZ-Insassen müssen weiterhin einzeln demütig zu meinen KZ-Verwaltern kriechen.

Sozial widriges Verhalten 

Letzte Nacht ist mir eine geniale Idee eingefallen für KZ-Insassen, die immer noch Widerstand leisten. Bisher habe ich ja bei Widerstand die oben genannten Methoden angewendet. Wie z.B. Sanktionen. Es gibt aber immernoch renitente KZ-Insassen, die meine KZ’s nicht akzeptieren wollen. Daher habe ich mich entschlossen, den Tatbestand des „sozialwidrigen Verhaltens“ einzuführen und diesen mit neuen Strafen zu belegen. Da sich bei den Verhaltensweisen der KZ-Insassen nichts geändert hat, muß ich durch meine Definition von „sozialwidrig“ neue Bereiche erschließen. Ich werde z.b. sagen, dass sich KZ-Insassen, die keine Steine klopfen wollen, sozialwidrig verhalten, da sie die anderen KZ-Insassen, die bereits Steine klopfen, mit ihrer Arbeit alleine lassen und sie damit im Stich lassen. Asoziales Pack!

Desweiteren werde ich bei so einem sozialwidrigen Verhalten dafür sorgen, dass die Essensrationen, die meine KZ-Insassen von mir bekommen, zurückgegeben werden müssen. Das ist so genial!

Und das schöne ist, ich kann jedes Verhalten, was mir nicht gefällt, als sozialwidriges Verhalten einstufen. Und das ist immer dann gegeben, wenn der KZ-Insasse nicht das macht, was ich von ihm will.

Denn (jetzt kommt es):

Ich definiere MEIN Verhalten als soziales Verhalten und alles was davon abweicht, als sozialwidriges Verhalten. Genialer geht es nicht.
Das wars…


11 comments on “Wie macht man eigentlich ein KZ unsichtbar? [Update 22.10.2016]

  1. egal sagt:

    Genau das läuft gerade in Deutschland… Es hat auch den Effekt, dass sich arme Leute keine Beziehung und Familiengründung leisten können.. (außer Ethnia, wo Armut keine Rolle spielt ).

    • Alfred sagt:

      Ich würde vermuten, mit Ethnia hat er auf ein Kloster oder das Klosterleben angespielt.
      Weit davon kann der Sinn dessen nicht sein!

  2. Ralph Will sagt:

    Es gibt aber möglichkeiten sich das KZ leben vergolden zu lassen und profitieren. Wir haben 1 Lohn 4 kleinKinder, 1 Auto. 2000 Netto 800,- Miete 4 Zimmer. + Kindergeld. Anspruch habe ich laut Rechner noch 193€ und ab 1.1.17. Kommen noch mal 24 dazu. Dann steh ich bei 2637€. Wenn ich nun weg rationalisiert werde mache ich dann haltn Depperljob für die gleiche Kohle ohne Kündigungsangst. Wenn ich nun da auch gekickt werde weil ich die Arbeit nicht gut kann ist das kein Sanktionsgrund. Bis zur nächsten Zumutbaren Arbeit habe ich frei und fahre in die Ferien. Ich habe ja nun mehr Geld als ohne KZ. Ich habe im Fall meiner Abstinenz Kumpels die nach der Post schauen und wenn nötig mich informieren wenn der nächste Termin ansteht. Es besteht keinerlei Hausarrest. Ich muss nicht 24/7 in der Wohnung erreichbar sein.
    Wenn ich nun ins KZ gehe komme ich besser weg.

    • Nemesis sagt:

      @ Ralph Will:
      Dann tu’s doch! Du wirst Dich umgucken: Hartz IV ist offener Strafvollzug, Überwachung inclusive! Deine Familie wird zur „Bedarfsgemeinschaft“, die Kinder zu „Vermittlungshemmnissen“. Großen Bedarfsgemeinschaften „mögen“ die „Sachbearbeiter“ besonders gern…

      Doch zuerst musst Du Dein Vermögen verbrauchen – aber nicht für eine Luxuskarosse – bis Du überhaupt was bekommst! Alter mal 200 EUR darfst Du behalten.
      Du musst nachweisen, was Du mit dem Geld gemacht hast. Wenn das denen nicht passt, kriegst Du nichts. Du kannst ja klagen! Das dauert.
      Wenn sie Deinen Antrag dann tatsächlich anerkennen, folgen Lehrgänge oder Bullshitjobs, manchmal Schlag auf Schlag. Ablehnung = Sanktion. Zu weite Wege? = Sanktion. Zu wenig Verdienst = Sanktion. Beschwerden über den Sinnlos-Kurs = Sanktion. Termin verpasst, Urlaub nicht gemeldet uvm. = Sanktion.
      Bei 100%iger Sanktion wird die Miete nicht mehr übernommen, der Strom abgestellt, weil Du ihn nicht mehr bezahlen kannst. Dann ist die Wohnung weg und Du darfst verhungern und erfrieren. Interessiert kein Schw… aus der Regierung.
      Lies lieber erst die Regeln bevor Du das machst.: http://www.eadam.de/EGV-Text.jpg

      LG Nemesis

  3. Jonas sagt:

    KZ also. Der Sinn eines KZ’s ist doch, die Vernichtung, oder nicht? Warum sollten diese Menschen am Leben gehalten werden? Welchen Nutzen haben all die Mrd. Euro, die jährlich aufgewandt werden, für die Gesellschaft? Als Druckmittel für eine, erfundene, Mitte der Gesellschaft? Viel zu teuer.

    Warum werden diese Menschen am Leben gehalten? Ich weiß es nicht. Vielleicht kannst du auf diese Frage eine Antwort geben?

    Gruß Jonas

    • wpradmin sagt:

      Der Sinn eines KZ’s ist es, Menschen an einem Ort in Lagern zu konzentrieren. Wie der Name ja bereits sagt. Worum es darüber hinaus geht, ist völlig offen. Hier in Deutschland ist das vorhandensein von KZs natürlich historisch bedingt an den Begriff „Massenmord“ geknüpft. Wir verstehen „KZ“ also immer in Tateinheit mit „Massenmord“.

      In dieser Verbindung ist die Frage, warum die Insassen nicht einfach tötet, natürlich nachvollziehbar. Die Antwort gibt der Artikel eigentlich schon selbst. Es soll ja durch bestimmte Techniken versucht werden, etwas unsichtbar zu machen, damit das Unsichtbargemachte keine Empörung mehr auslöst und keine Gegenwehr mehr hat.
      Nun ist es aus der Geschichte heraus bekannt, dass Massenmord etwas ist, was immer rauskommt und nie unsichtbar gemacht werden kann. Das massenhafte Töten von Menschen fliegt immer auf und kehrt wie ein Bumerang zurück zum Veranstalter. Das ist der riesige Nachteil von Hard-Power-Techniken. Dementsprechend ist es langfristig deutlich „erfolgreicher“, seine Hard-Power-Techniken in Soft-Power-Techniken umzuwandeln.
      Und das heißt dann auch, keinen Massenmord zu begehen.

      Ich hoffe, dass ich dir eine zufriedenstellende Antwort geben konnte.

      • Jonas sagt:

        Nur um die Armut unsichtbar zu machen gibt der Staat jedes Jahr Mrd. von Euro aus?
        Warum sollte ein Staat so etwas tun? Um Demonstrationen zu verhindern? Um
        Empörung zu verhindern? Das erscheint mir etwas konstruiert.

        Es wird den Medien „erlaubt“ über die Armut zu berichten. Sicherlich in einer
        verzerrenden Form. Es ist ja nicht so, dass die Medien und die Bevölkerung
        über Hartz und seinen Auswüchsen nichts wüssten. Im Gegenteil, all die
        Dinge sind bekannt. Warum die Menschen nicht demonstrieren, und die
        Betroffenen sich nicht gegen diese Auswüchse auflehnen, wurde in dem Artikel
        https://www.heise.de/tp/features/Weil-ich-mir-nichts-mehr-wert-bin-3696110.html
        anschaulich dargestellt. Die Menschen leben in dem Glauben, dass sie selbst
        schuld sind an diesem Zustand. Gegen wen sollten sie dann demonstrieren? Gegen
        sich selbst?
        Der Grundtenor der, in dem Artikel erwähnten, Mails ist:
        – ich bin zu faul,
        – ich bin zu dumm,
        – ich bin zu alt,
        – die neue Welt überfordert mich.
        Genau so sieht es auch der Rest der Bevölkerung. Auch diese Menschen leben in
        dem Glaube, dass diese Betroffenen selbst schuld sind. Wieso sollte ich mich also für
        jemanden der sich selbst, als faul, dumm und zu alt empfindet, einsetzen.
        Der Betroffene selbst muss erst sein Selbstbild in Ordnung bringen, um
        überhaupt Hilfe von außen zu erhalten. Sprich: das sich andere seiner
        Demonstration anschließen.

        Anstatt die Menschen in ein Konzentrationslager zu stecken, sie also
        zusammenzubringen, muss ich sie isolieren. Ich muss sie natürlich vom Rest der
        Bevölkerung trennen. Jedoch nicht irgendwo konzentrieren, sondern sie quasi in
        „Einzelhaft“ nehmen. Dies erreiche ich, indem ich sie in ihre Wohnungen
        einsperre. Ich gebe den Betroffenen nur soviel Geld, dass sie gar keine Chance
        zur Verabredung haben. Sich eben nicht irgendwo treffen und austauschen
        können. Diese Menschen sollen vor dem Fernseher sitzen, sich das Hirn
        wegblasen und die Klappe halten. Das sozialverträgliche vorzeitige Ableben,
        darf natürlich auch gerne rege genutzt werden.
        Selbst wenn sie zu tausenden demonstrieren würden, bräuchten sie jemanden der
        in der Politik entsprechend Druck ausübt. Warum dies nicht der Fall ist, wurde
        dort
        https://www.heise.de/tp/features/Regierung-und-Opposition-betreiben-eine-Politik-ueber-die-Koepfe-der-Menschen-hinweg-3686527.html
        ausführlich beschrieben.

        Ein Konzentrationslager kostet immer viel Geld. Deswegen sterben auch die
        Menschen in einem solchen Lager. Der Betreiber eines solchen Lagers, ist nicht
        bereit für die Insassen Geld auszugeben. Niemand betreibt ein solches Lager
        nur um jemanden, oder viele zu verstecken. Im Gegenteil. Ab dem Moment der
        Einführung eines solchen Lagers, besteht Konsens darüber, dass dieser Teil der
        Bevölkerung weg muss. Diese Gruppe ist jetzt soweit entmenschlicht, dass der
        Betreiber diese Gruppe in ein Konzentrationslager sperren muss. Die
        Bevölkerung verlangt nach der Beseitigung ebendieser Gruppe. Das Vermögen,
        ihre bürgerlichen Rechte und sogar ihre Menschenrechte (sie sind jetzt keine
        Menschen mehr, sie sind Tiere), hat diese Gruppe verloren. Ist die verbliebene
        Bevölkerung erst einmal befreit von diesem Dreck, ist es egal was mit dieser
        Gruppe geschieht. Es interessiert niemanden mehr. Ob sie nun verhungern oder
        an Krankheiten sterben, es ist egal. Hauptsache sie sind weg. Niemand kannte
        sie, niemand will sie mehr sehen. Es gibt auch viele Profiteure von ihrem
        Verschwinden. Denke nur an die Vermögenswerte. Diese muss jetzt jemand anders
        besitzen.

        Noch eine Anmerkung zum Massenmord. Der Diktator, der einen Massenmord begeht,
        geht erst einmal davon aus, dass dieser gerechtfertigt ist. Seine Gerichte
        werden ihn dafür nicht zur Rechenschaft ziehen, dass er seine Bevölkerung von
        einem großen Übel befreit hat.
        Die Geschichte zeigt dies in ausreichender Anzahl. Es gibt soviele Massenmorde
        die in völliger Straffreiheit durchgeführt wurden. Denke an die Eroberung
        Amerikas, denke an die Kriege die die USA durchgeführt haben, denke an Ruanda
        usw. usf. Es werden vereinzelte Gerichtsverhandlungen durchgeführt. Hier
        werden einzelne herausgepickt und das war es dann. Der Massenmord muss
        nur groß genug sein, dann erreichst du auch Straffreiheit.

        Wenn du jetzt schreibst: — Dementsprechend ist es langfristig deutlich
        „erfolgreicher“, seine Hard-Power-Techniken in Soft-Power-Techniken
        umzuwandeln. — Muss die Frage nach dem Ziel beantwortet werden. Welches Ziel
        sollte der Staat mit einem unsichtbaren Konzentrationslager verfolgen? Woran
        misst du dieses „erfolgreicher“? Was ist dann der Erfolg einer solchen
        Investition? Wir reden hier über mehrere Milliarden Euro. Jährlich!
        https://www.lpb-bw.de/kosten_hartz_iv.html

        Ich danke dir für die Aufmerksamkeit und Geduld.

        Jonas

        • wpradmin sagt:

          Ich bitte um ein wenig Geduld, da ich es aktuell zeitlich nicht schaffe ausführlich zu antworten. Danke.

          • Jonas sagt:

            Hallo,

            warum wurde nun die ganze Show um Hartz veranstaltet? Sicherlich nicht um all die Menschen in ein fiktives KZ einzusperren. Im Gegenteil: Es soll ein jeder sehen was dir passieren kann, wenn du „keine Lust“ mehr hast zum Arbeiten. Mit diesem System hat die Bundesregierung klar gesagt, dass das Arbeiten für Geld oberstes Gebot ist. Ein jeder(!) muss sich um sein Einkommen selbst kümmern. Egal ob er nun krank, behindert oder sonst wie daran gehindert ist. Es ist deine oberste Pflicht, dich in den Frondienst eines Unternehmens zu stellen. Zur Einführung dieses Systems, war selbst ein Einkommen von Null-Euro gestattet. Der Sozialstaat wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion dem Erdboden gleich gemacht. Es sollte kein Zurück zu ebendiesem geben. Nichts davon soll versteckt werden. Dieses System soll in seiner ganzen Blüte für einen jeden sichtbar sein. Es soll dir Motivation und Abgrenzung in einem sein. Motivieren soll es dich dazu, an deine körperliche und soziale Grenze zu gehen. Sozial abgrenzen soll es dich um dir aufzuzeigen, dass du keinen anderen sozialen Kontakt benötigst, als den zu dem dich beschäftigenden Unternehmen. Um nicht wie die elenden Flaschensammler zu enden, sollst du die Versicherungen füttern um mit ihr zusammen für deine Altersvorsorge zu sorgen. Aus dieser haben sich die Unternehmen leider verabschieden müssen, die damalige Bundesregierung wollte dies so. Tja. Nun bleibt alles bei dir hängen. Das ist doch auch gut so, oder nicht? Fühlst dich jetzt nicht freier? Jetzt wo du doch für all die faulen, zerlumpten, gestörten, stinkenden usw. usf. Lumpen nicht mehr sorgen musst? Solidarität, wer brauch so einen linken Scheiß schon? Der Starke jedenfalls nicht und der Politiker und der Beamte und der Unternehmer jedenfalls auch nicht.

            Und deswegen liegst du mit deinem KZ eben total daneben. Es war ihnen wichtig zu zeigen, wohin die Reise geht. Es sollte, und soll, ein jeder sehen was mit ihm passiert, wenn er dieses Spiel nicht mehr mitspielen möchte oder kann.

            Ich wünsche einen schönen Tag. Jonas

            Hier noch einige Links zum Thema:

            Besonders ans Herz legen möchte ich dir diese Dokumentation.
            https://www.youtube.com/watch?v=LLWvUNYS0fE

            https://www.maskenfall.de/?p=3251

            https://www.welt.de/print-wams/article114402/Sieben-gute-Gruende-fuer-das-Hartz-IV-Reformpaket.html

            http://www.hartziv.org/news/20130828-jobcenter-wollen-druck-auf-hartz-iv-familien-erhoehen.html

            http://www.hartz-4-empfaenger.de/ba-sanktionen-2007

  4. CommonWealth sagt:

    Ich habe Dich leider jetzt erst über diesen Artikel „kennen gelernt“. Ich finde den Artikel sehr gelungen und außerordentlich gut gedanklich durchgespielt, glaube aber, dass es noch einer deiner schlechtesten geistigen Ergüsse ist. In der heimlichen Hoffnung in den anderen Artikeln noch viel grandiosere weltliche Tiefen/Höhen zu entdecken.

    Ein neuer Begeisterter!

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