Forderung eines Maximalvermögens

12. Mai 2015 | By darek | Filed in: Allgemein.

Heute möchte ich mal einen Vorschlag unterbreiten, der dazu gedacht ist, die Schere zwischen arm und reich zu schließen, die Arbeitslosigkeit abzuschaffen und die Perspektivlosigkeit der breiten Masse der Bevölkerung zu beseitigen.

Da immer mehr Menschen in Deutschland (und in vielen anderen Teilen der Welt) immer weniger an der Wirtschaft ihres Landes teilhaben können, aufgrund von prekärer Beschäftigung, Überschuldung, Arbeitslosigkeit, steigender Altersarmut und einer weiter aufgehenden Bildungsschere, muß ein neues Eigentumskonzept her.

Daher fordere ich ein Maximalvermögen für jeden in Deutschland.

Wichtig dabei: Es ist kein Soll-Vermögen, sondern ein Maximalvermögen. Wäre es ein Sollvermögen, dann würde man einfach nur schlagartig umverteilen, ohne das sich grundlegende Strukturen ändern.

Das Maximalvermögen ist unterteilt in mehrere Vermögensarten.

Finanzielles Maximalvermögen:

Das finanzielle Maximalvermögen ist ein ständig neu berechneter Wert, der sich aus dem Gesamtvermögen der Deutschen ergibt, welches man durch die Anzahl der Personen >=18Jahre teilt.

Das GELD-Vermögen der Deutschen beträgt nach aktuellen Schätzungen ca. 9.000Milliarden Euro. Menschen über 18Jahre haben wir ca. 60Millionen.

Das finanzielle Maximalvermögen pro Person liegt damit bei 150.000€. Jeder Bundesbürger darf also nicht mehr als 150.000€ an Geldvermögen haben. Dieser Wert verändert sich je nach Wirtschaftslage. Zu diesem Geldvermögen gehören nicht nur „Geldscheine“ sondern auch Kreditforderungen Anderen gegenüber und Anlageverträge.

Maximalvermögen für Immobilien:

Da die Preise für Immobilien schwanken und dem Angebot- und Nachfrageprinzip unterliegen, kann hier kein Maximalvermögen aufgrund der Immobilienwerte berechnet werden. Daher muß man an dieser Stelle eine andere Berechnungsgrundlage wählen. Dies wäre die m²-Zahl der Wohnungen.

Die Grundfrage dahinter: Warum sollte EINE Person mehrere Wohnungen besitzen dürfen, wenn er nicht in allen wohnen kann.

Aktuell liegt die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner in Deutschland bei 46,3m².

Ein Singlehaushalt dürfte dementsprechend nur 46,3m² sein EIGENTUM nennen. Ein Zweipersonenhaushalt hätte ein „m²-Vermögen“ von 92,6m² und ein Dreipersonenhaushalt ein „m²“-Vermögen von 138,9m².

Wer wäre betroffen beim m²-Vermögen?

Nicht viele Menschen. Der durchschnittliche Hauseigentümer ist meistens mit zwei oder drei Personen aufgestellt. Die durchschnittliche Wohnungsgröße bei Eigenheimen liegt bei 80m²-120m². Wohnungen in der Stadt, also in Mehrfamilienhäusern und Hochhäusern, liegen bei ca 50m²-80m².

Größtenteils betroffen wären also nur Menschen, die mehr m² BESITZEN als das Maximalvermögen. Und das sind meistens diejenigen dir mehr als eine Wohnung besitzen. Also Wohnungsbaugenossenschaften, Wohnungs-Aktiengesellschaften und Mehrfachimmobilienbesitzer die meistens eh reich sind.

Dazu als Grundinfo noch: 75% aller Immobilien gehören den 20% reichsten Menschen in Deutschland. Diejenigen wären am meisten von so einem m²-Vermögen betroffen.

Wird in Deutschland in den Wohnungsbau investiert, steigt auch die m²-Zahl und damit auch das m²-Vermögen für jeden.

 

Mediales Vermögen:

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das mediale Vermögen. Wenn ein Mensch mehrere Zeitungen und/oder Fernsehsender besitzt, ist das eine Gefahr für die Demokratie.

Wie es einst genannt wurde:

Die Massenmedien ermöglichen es, dass die knapp 200 reichsten Menschen in Deutschland ihre Meinung kundtun können. Und das grundsätzlich immer in deren Eigeninteresse.

Die Forderung lautet hier also: Medienmacht begrenzen, Medien demokratisieren. In den 60er/70er-Jahren wurde z.b. die Enteignung des Springer-Verlags gefordert. Das können wir auch. Und nicht nur da. Wenn man sich mal anschaut, das der Großteil der Medien im Besitz von knapp 5 reichen Familien sind, muß hier etwas getan werden.

Wenn man die Unternehmen nicht zerschlagen will, dann muß man den Bürgern ein Mitbestimmungsrecht geben. Das heißt: Abwahl von Redakteuren, Einbringen von Zwangsthemen, Absetzen von Themen und und und. Die Bürger müssen Mitbesitzer sein und die bisherigen Besitzer müßen ihre Eigentumsanteile entzogen bekommen auf ein Maß, dass sie wie jeder andere Bürger Einfluß auf die Medien haben.

 

Arbeitssuchend:

Dieser Begriff ist völlig irreführend. Denn die Menschen suchen keine Arbeit sondern sie suchen ein Einkommen. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, ein Einkommen durch Arbeit zu erwerben, dann tun die meisten das auch. Aber wenn es auch ohne Arbeit ginge, z.b. durch Zinserträge, Mieten etc., dann würden sie eher diesen Weg wählen.

Daher muß hier, beim Thema Arbeitswelt darauf hingearbeitet werden, dass wir Arbeitslose als Einkommenssuchende bezeichnen.  Und dementsprechend würden sich auch die Statistiken deutlich verändern, da dann das ganze Ausmaß der Katastrophe in diesem Land sichtbar wird.

Wir können dann sogar die Einkommenssuchenden in mehreren Abstufungen ermitteln. Wenn sich jemand 100€ mehr in der Tasche wünscht am Monatsende, ist das ein Unterschied zu jemandem der sich 500€ mehr in der Tasche wünscht. Hier kann man dann Prioritäten festlegen. Und mit genau dieser Forderung kann man dann an eine neutrale Staatsbehörde rantreten. (Ehemals Arbeitsamt). Die können dann versuchen, Alternativen zur jetzigen Arbeit anzubieten mit einem höheren Gehalt.

Ein positiver Nebeneffekt wäre folgender: Wenn ein Großteil von Beschäftigten EINER Firma, jeder für sich, bei dieser neutralen Anlaufstelle auftritt, hat diese neutrale Behörde einen guten Überblick darüber, ob diese Firma faire Löhne zahlt oder nicht. Sie kann dann Untersuchungen einleiten – z.b. schauen, was der Chef der Firma verdient oder ob es sich um Leiharbeits/Zeitverträge etc. handelt – und dann gesetzlich eingreifen um höhere Löhne zu erzwingen, falls es wirtschaftlich nötig ist.

 

Aus Staatssicht:

Alle Vermögen die größer als die oben genannten Maximalvermögen sind, werden vom Staat einkassiert. Durch das Maximalvermögen ist es auch Politikern nicht möglich, aus dieser Eigentumsmasse irgendwas abzuzweigen. Das Geld, welches von den Geldvermögenden abgezogen wird, kann dann in Formung von Schuldentilgung verwendet werden oder zum Abbau des Investitionsstaus in Deutschland. Auch können davon locker Einkommenssuchende unterstützt werden. Der Staat würde hier seinen Aufgaben endlich wieder gerecht werden können.

 

Fazit:

Das ganze dient wunderbar als Diskussionsgrundlage für eine detailiertere Ausarbeitung. Die Richtung der Forderungen ist dabei aber alternativlos, wenn wir nicht wollen, dass sich unsere Gesellschaft komplett verabschiedet.

Und der breiten Masse der Bevölkerung kann man sagen:

Diese Forderungen führen dazu, dass:

– du mit deinem Ehepartner und deinem Kind, ein Maximal-Geld-Vermögen von 300.000€ haben dürft

– du mit deinem Ehepartner und deinem Kind, eine Maximal-m²-Vermögen von 138,9m² haben dürft

– du mit deinem Ehepartner und deinem Kind, ein Maximalmiteigentum an den Medien und Unternehmen haben dürft.

90% der Menschen in Deutschland würden das gut finden.

 

Das wars…

 


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