Was ist eigentlich Ethik und Moral?

4. Mai 2014 | By darek | Filed in: Definition.

Heute nehme ich mal die Begriffe Ethik und Moral auseinander. Nachdem ich diese Begriffe definiert habe, setze ich mich mit Fragen wie „Was ist eigentlich ein unmoralisches Angebot?“, „Was ist Amoralität“, „Welche Wirkung hat Moral auf eine Gruppe von Menschen?“, „Sind Vegetarier nun moralisch bessere Menschen oder nicht?“, „Was ist Doppelmoral“ oder „Haben nur wir Menschen ethische und moralische Vorstellungen?“ auseinander. Ein hochspannendes komplexes Thema, wie ich finde, welches sich zu durchleuchten lohnt.

Und los gehts…

Ethik:

Die Summe der Forderungen von „unten“ nach „oben“, von „schwach“ zu „stark“, von „erfolglos“ zu „erfolgreich“, von „dumm“ zu „klug“, von „ungebildet“ zu „gebildet“, von „unterlegen“ zu „überlegen“, von „arm“ zu „reich“. Jede einzelne Forderung, ist eine  „ethische Forderung“. Der Begriff „Ethik“ ist dabei die Summe aller „ethischen Forderungen“.

Unethik:

Unethische Forderungen sind Forderungen, die den Sachverhalt einer ethischen Forderung umdrehen. So wird z.B. aus einer ethischen Forderung von „arm“ zu „reich“ eine unethische Forderung von „reich“ zu „arm“. Sie könnte z.B. lauten: „Ich will Geld von dir!“.

Moral:

Moral ist die Entsprechung der Ethik. Ein Mensch, der den ethischen Forderungen nachkommt,  handelt moralisch. Ein Mensch, der den ethischen Forderungen nicht nachkommt, handelt unmoralisch.

Regeln für Ethik und Moral:

1. Besteht eine ethische Forderung und wird Dieser entsprochen, so ist dies moralisch.

2. Besteht eine ethische Forderung und wird Dieser nicht entsprochen, so ist dies unmoralisch.

3. Besteht keine ethische Forderung, kann ihr weder entsprochen noch nicht entsprochen werden. In diesem Fall ist es weder moralisch noch unmoralisch. Also amoralisch.

4. Moralisches Handeln erzeugt ein gutes Gewissen.

5. Unmoralisches Handeln erzeugt ein schlechtes Gewissen.

6. Amoralisches Handeln erzeugt weder ein gutes noch ein schlechtes Gewissen. Es ist „gewissenlos„.

7. Erst das Fressen, dann die Moral. Im Zustand einer Notwendigkeit/Alternativlosigkeit gibt es keine Moral.

8. Ethik und Moral ist ein Gruppenmechanismus und benötigt mindestens 2 Menschen.

9. Ethik und Moral wird grundsätzlich zwischen den Menschen selbst ausgehandelt. Es gibt nicht DIE Ethik und auch nicht DIE Moral.

10. Höhere Gesellschaftsformen entwickeln eine gemeinsame, der Gruppe zugrundeliegende Ethik und einen gemeinsamen Umgang mit nicht-moralischem Verhalten innerhalb der Gruppe. Meistens auch „Werte“ genannt. Diese Gruppenausarbeitung steht der individuellen Aushandlung aus Regel 9 entgegen und führt zu Spannungen zwischen dem Individuum und der Gruppe als ganzes.

 

Beispielhafte Anwendung der Regeln anhand einer Familie. (Mutter, Vater, Kind)

Regel 1 und 4:

Das Kind stellt die ethische Forderung nach körperlicher Unversehrtheit in Richtung Eltern, da die Eltern körperlich überlegen sind. Also von schwach zu stark. Wenn die Eltern dieser Forderung nachkommen, handeln sie moralisch. Die Eltern haben ein gutes Gewissen.

Regel 2 und 5:

Das Kind stellt die ethische Forderung nach körperlicher Unversehrtheit in Richtung Eltern, da die Eltern körperlich überlegen sind. Also von schwach zu stark. Wenn die Eltern dieser Forderung nicht nachkommen, handeln sie unmoralisch. Z.B. in dem sie ihr Kind schlagen. Die Eltern haben ein schlechtes Gewissen danach. Es gehen Gedanken durch den Kopf, ob das schlagen jetzt wirklich notwendig war, oder ob man nicht überzogen reagiert hat. Das schlechte Gewissen führt dazu, dass man sich schlecht fühlt.

Regel 3, 6 und 7:

Das Kind stellt die ethische Forderung nach körperlicher Unversehrtheit in Richtung Eltern, da die Eltern körperlich überlegen sind. Also von schwach zu stark.  Wenn die Eltern glauben das Gewalt in der Erziehung alternativlos ist, dann „sehen“ sie die ethische Forderung des Kindes nicht und handeln bei Gewalt amoralisch. Dabei regt sich auch kein Gewissen. Die einzige Möglichkeit diese Gewalt zu durchbrechen, ist das aufheben der Alternativlosigkeit durch aufzeigen von Erziehungsalternativen.

Regel 7:

Alternativlosigkeit. Wenn ein Kind etwas ganz bestimmtes haben möchte und es nicht bekommt, dann nervt es die Eltern solange, bis sie endlich ja sagen. Dieses Verhalten des Kindes ist aus der Sicht des Kindes alternativlos. Das Verhalten des Kindes selbst ist unmoralisch, da es solange handelt bis der geistige Widerstand der Eltern gebrochen ist. Man könnte auch sagen: „Der Zweck heiligt die Mittel“.

Regel 9:

Innerhalb einer Familie gilt das Prinzip des individuellen Aushandelns von ethischen Forderungen. Dieses Aushandeln verstößt gegen Regel 10 (Der Gruppenaushandlung). Es ist z.b. in der „Öffentlichkeit“ verpönt jemanden zu beleidigen. Innerhalb einer Familie kann eine Beleidigung aber akzeptabel sein. Was sich neckt, dass liebt sich. Oder man spielt sich gegenseitig Streiche. Aber auch sexuelle Handlungsweisen die von der Öffentlichkeit nicht akzeptiert werden. So ist es z.B. unter Strafe gestellt, jemanden zu vergewaltigen. Innerhalb der Familie kann aber einer der Partner aus Lustgründen eine Vergewaltigung wünschen. Der entsprechende Partner hebt seine ethische Forderung nach körperlicher Unversehrtheit in Richtung des anderen Partners auf. Der andere Partner kann nun nicht mehr unmoralisch handeln, da es keine ethische Forderung gibt, der er nicht entsprechen könnte (Regel 3). Es ist ein amoralischer Zustand der kein gutes und kein schlechtes Gewissen kennt.

Regel 10:

Größere Gruppen von Menschen handeln eine gemeinsame Ethik aus, die in vielen Fällen den individuellen Aushandlungen der Gruppenteilnehmer widersprechen. Die zur Verfügungstellung dieser ethischen Grundwerte innerhalb der Gruppe, erfolgt über Erzählungen, Handlungen, Schriften und Bilder. Es kann sich dabei um Traditionen handeln, um Gebote (Moralapostel), um Märchen (und die Moral von der Geschicht’…), um Geschichten, um Religionen, um Weltanschauungen. aber auch um Gesetzestexte. Hier in Deutschland gibt es z.B. das Grundgesetz. Dieses Grundgesetz definiert die grundsätzlichen ethischen Forderungen, die jeder Mensch in diesem Land aufstellen darf, selbst dann wenn er sie nicht vertritt. Gleichzeitig muß jeder Mensch in diesem Land, diese ethischen Grundforderungen allen anderen Menschen in diesem Land zugestehen, egal ob er will oder nicht.

Regel 9 und 10, die zweite:

Der Umgang mit unmoralischen Verhalten. Selbstjustiz vs Rechtsstaat. Eine Bestrafung enthält IMMER das Absprechen einer ethischen Forderung. Das kann z.B. ein Freiheitsentzug sein. Die ethische Forderung besteht darin, das es z.B. die Polizei gibt, die mich einsperren KÖNNTE, also die am längeren Hebel sitzt, aber es nicht tun soll/darf nur weil sie es kann. In Deutschland darf NUR ein Gericht darüber entscheiden, welche ethischen Forderungen einem Menschen abgesprochen werden. Dabei wird versucht, sicherzustellen, dass das Absprechen bestimmter ethischen Forderungen auch gerechtfertig ist, oder ob es den Falschen trifft. Schuldig oder nicht schuldig, ist da die Frage. Regel 10 liegt dem zugrunde.

Bei der Selbstjustiz, entscheiden die Betroffenen selbst, welche ethischen Forderungen sie dem Täter absprechen. Regel 9 liegt dem Zugrunde. Wenn sich z.B. jemand an meiner Familie vergreift, so sagt mir mein Instinkt das ich den Täter „ganz individuell behandeln muß“. Dabei nehme ich keine Rücksicht auf den Rechtsstaat. Dementsprechend kann ich auch durch ein Gericht für Selbstjustiz belangt werden, wenn festgestellt wird, dass es keine Notwehr war.

kleine Beispiele für Regel 9:

„Ehrenmord“. Die Familie wurde entehrt, der Täter wird ermordert. Der Rechtsstaat wird umgangen, da die „Opfer“ selbst dem Täter seine ethische Forderung nach „Leben“ absprechen.

„Pädophilie“. „Schwanz ab“ ist eine häufige Forderung. Die „Opfer“ oder Angehörige der Opfer entscheiden selbst darüber, welche ethischen Forderungen der Täter abgesprochen bekommt. In diesem Fall das Absprechen der ethischen Forderung nach körperlicher Unversehrtheit. Schließlich hat der Täter diese ethische Forderung bei seinem Opfer auch massiv mißachtet. Die Betroffenen handeln demnach immer nach Regel 9. Problem ist immer nur, ob der Täter auch wirklich der Richtige ist. Das lässt sich nur per Gericht (auf)klären.

 

Das war erstmal die Definition für Ethik und Moral mit den dazugehörigen Funktionsregeln. Nun widme ich mich einigen interessanten Fragen:

Was ist eigentlich ein unmoralisches Angebot?

Ein unmoralisches Angebot, ist ein Angebot welches gezielt einer ethischen Forderung widerspricht mit Hilfe eines Seitenkanalangriffs.

Beispiel dafür:

„Ich möchte Sex mit dir!“ -> „nö“. Erledigt. Entspricht Regel 9, individuelles Verhandeln. Moralisch alles korrekt.

„Ich möchte Sex mit dir! Wenn du nicht ja sagst, dann wird deinem Kind etwas passieren!“ -> Erpressung. Man bringt den Gegenüber in eine künstliche Not, damit der Betroffene seine ethische Forderung nach sexueller Selbstbestimmung aufgibt. Das ist ein unmoralisches Angebot.

„Du brauchst Geld? Wenn du dich dafür erkenntlich zeigst, können wir darüber reden“. -> Unmoralisches Angebot.

„Wenn du dem Kunden nicht Geld aus der Tasche leierst, entlasse ich dich!“ -> Erpressung, unmoralisches Angebot.

In jedem Fall erfolgt ein Seitenkanalangriff. Und von diesen gibt es viele. Gerade in Bezug auf Geld und Armut.

 

Was ist Doppelmoral?

Doppelmoral ist ein asynchroner Ethikzustand. Oder auch anders ausgedrückt: Jemand stellt ethische Forderungen auf, die er anderen nicht zugesteht.

Das kann z.B. ein Schlägertyp sein, der ständig gewalttätig wird Anderen gegenüber. Wenn er aber selbst geschlagen wird, dann ist der Aufschrei groß, dass man doch keine Menschen schlagen soll.

Kriegsrethorik. Die anderen handeln böse, man selbst handelt gut. Auch wenn man das gleiche macht wie der Gegenüber.

Menschen die andere Menschen kritisieren, aber selbst keine Kritik ertragen können und sich beschweren wenn sie kritisiert werden.

Interessanterweise ist jemand, der eine Doppelmoral hat, ein Arschloch. Per Definition. Man kann also jemanden, der eine offensichtliche Doppelmoral ausübt, getrost als Arschloch bezeichnen. Das ist nicht mal eine Beleidigung, sondern eine Feststellung.

Was ist Amoralität?

Das Wort Amoralität wird nicht häufig benutzt heutzutage. Es beschreibt das Handeln in einem alternativlosem Zustand der einen gewissenlosen Zustand erzeugt. Als Beispiel: Ich habe Hunger, also jage ich jetzt das Tier. Mir doch egal ob das Tier selbst eine Familie hat. Ich muß schließlich selbst überleben durch Nahrung.

Ein anderes Beispiel ist die Politik. Was uns da alles als alternativlos aufgetischt wird, ist sagenhaft. Politiker befinden sich nach einer gewissen Zeit, wenn sie keine Lösung für die Probleme der Zeit haben, in einem amoralischen Zustand und kämpfen nur um ihr eigenes politisches Überleben. Das ist ein Zustand an dem man den Politikern Alternativen aufzeigen muß und sie zu diesen Alternativen zwingen muß.

Welche Wirkung hat Moral auf eine Gruppe von Menschen?

Wertekonzepte innerhalb einer Gruppe, schweißen die Gruppe zusammen. Egal welche Werte das sind. Eine Gruppe die zusammenhält, kann sich in seiner Umwelt besser behaupten.

Normalerweise hat der Staat die Aufgabe für eine gemeinsame Wertebasis zu sorgen, die allen Menschen gerecht wird. Gleichzeitig muß der Staat dafür sorgen, dass die Werte auch gesellschaftlich durchgesetzt werden und von den Menschen akzeptiert werden. Als Beispiel dafür ist der Schutz der Familie zu nennen, die Existenzsicherung der Menschen, sprich der Sozialstaat. Aber auch die Rechtsstaatlichkeit und dergleichen. Wenn der Staat diese Aufgabe nicht mehr erfüllen kann, oder will, steigen die Menschen geistig aus dem Staat aus und wenden sich Untergruppen im Staat zu, die noch Werte vertreten. Das kann zum Beispiel die rechte Szene sein, die viel Wert auf Familie und Kameradschaft legt. Niemand wird innerhalb der „Familie“ im Stich gelassen. Das sind Werte die wichtig sind. Das kann aber auch die linke Szene sein, die sich eher den Werten sozialer Gerechtigkeit und sozialem Miteinander verschrieben hat. Auch das sind wichtige Werte. Es kann aber auch eine Religion gewählt werden. Je nachdem welche Religion gewählt wird, wählt man andere Werte die vertreten werden. Da gibt es auch Familienwerte oder Kameradschaft, aber auch Gerechtigkeitsanliegen etc. Im Grunde genommen wird alles gewählt, was mehr Werte als der Staat vertritt, wenn der Staat versagt.

Heißt: Egal in welche Schublade man die Gruppen stecken möchte, also rechts, links, oben, unten, mitte, liberal, konservativ etc., ALLE vertreten bestimmte ethische Forderungen und Umgangsformen mit unmoralischem Handeln.

Gerade im Bereich der Umgangsformen mit unmoralischem Handeln, kommt wieder der Konflikt zwischen Regel 9 und 10 zum tragen. Gleichzeitig stellt jede Gruppe eigene Überlegungen an, wer denn Schuld am Werteverfall ist. Für die einen sind es die „Fremden“, für die anderen die „Unternehmen“, für wieder andere „das System“ und für ganz andere dann „gottloses Verhalten“ und einige wenige erkennen die Schuld bei sich selbst. Die vertretenen Werte aller Gruppen sind fast die gleichen. Nur wer die Schuld hat, da gehen die Meinungen weit auseinander zwischen den Gruppen.

Anders ausgedrückt: Links und Rechts sind sich nicht in ihren Werten uneinig, sondern in dem „warum“. Und das „warum“ entscheidet schließlich über das Handeln und gegen wen man kämpft.

Das gleiche gilt auch für religiöse Menschen und nichtreligiöse Menschen. Die vertretenen Werte sind nicht das Problem sondern das „Warum“ dahinter. Ein typischer Streit ist z.B.: Beide Seiten sind für eine starke Familie, aber einer begründet das mit „gottgewollt“ und der andere mit „ethik und moral“. Der Streit findet auf einer Metaebene statt, aber nicht inhaltlich.

Zu allen Weltbildern ist natürlich zu sagen, dass es an allen Stellen auch Menschen gibt, die ihre Weltbilder mit sehr extremen Mitteln durchsetzen wollen. Diese Menschen sind immer schädlich für eine Gesellschaft. Sei es nun der Rechtsextreme, der Linksextreme, der Religiösextreme oder der Atheistisch-extreme. Das hat etwas mit emotionaler Polarisierung zu tun. Das wird bestimmt noch mal ein extra Thema.

Was ist Demoralisierung?

Demoralisierung bezeichnet den Versuch, dass von der Gruppe ausgearbeitete gemeinschaftliche Wertekonzept zu brechen.

Dazu ein Beispiel aus dem Krieg: Man kann Soldaten, die über eine hohe Moral verfügen (Einer für Alle, Alle für Einen) zermürben, in dem man sie über Tage unter Dauerfeuer nimmt. Irgendwann hat jeder der Soldaten begriffen, dass er sich in einer extremen Notsituation befindet, in dem es um sein eigenes Überleben geht. An dem Punkt ist das eigene Überleben wichtiger als das der anderen. Der Satz „Einer für Alle, Alle für Einen“ gilt nicht mehr. Die Gruppe wurde damit deutlich geschwächt. Sie ist nun demoralisiert.

Sind Vegetarier nun moralisch bessere Menschen oder nicht?

Zu dieser Frage gebe ich mal eine inspirierende Antwort:

Ein totes Stück Fleisch in der Fleischtheke stellt keine ethischen Forderungen!

Aus diesem Satz heraus ergibt sich das komplette komplexe Problem unseres Umgangs mit Tieren und unserem Fleichkonsum.

 

Haben nur wir Menschen ethische und moralische Vorstellungen?

Wenn ich das richtig überblicke, haben auch alle Tiere, die in Rudeln, Herden, Schwärmen oder staatenbildend leben, ein Wertekonzept. Also Ethik und Moral. Nur so ist es möglich eine Gruppe von Lebewesen zu haben, die zusammenarbeitet.

Dazu mal ein paar inspirierende Fragen:

Gibt es Ameisen die in ihrem Nest Amok laufen? Oder würde das gegen die Gruppenmoral verstoßen?

Würde eine Gazelle einen Artgenossen umschubsen, damit ein Löwe lieber den dann frißt?

Würden Tiere ihre eigenen Kinder fressen? (Mal Notzustände ausser acht gelassen)

Würden Bienen ihren Bienenstock beschädigen? Also Vandalismus betreiben?

Versuchen Elefanten, Artgenossen zu helfen die im Schlamm feststecken?

Fragen über Fragen….

 

 

Zum Schluss, möchte ich noch auf eine Eigenart hinweisen der ethischen Forderungen selbst.

Je näher die ethischen Forderungen bei uns sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir sie wahrnehmen. Durch Körpersprache, durch Sprache ansich oder durch Wissen etc.

Je weniger Informationen wir vom Gegenüber bekommen, desto weniger erfahren wir über seine ethischen Forderungen. Meistens sehen wir die ethischen Forderungen überhaupt nicht. Sei es nun beim Umgang mit der „dritten Welt“, Cybermobbing, Shitstorms oder beim Einsatz von Drohnen auf der ganzen Welt.

Durch dieses „es ist doch weit weg“, befinden wir uns häufig in einem Zustand in dem wir sagen, dass doch alles ok ist.

Dabei merken wir nicht mal mehr, dass wir häufig bereits „Doppelmoraler“ sind…

 

Das wars…


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